Archive for the ‘Zivi’ Category

Superkalifragilistischexpialigorisch

Monday, March 20th, 2006

Fasching, Karneval, Fastnacht – egal wie man’s nennt, die fünfte Jahreszeit ist vorbei und seitdem habe ich irgendwie alles aber doch nichts gemacht…

Nach recht langer Zeit endlich wieder etwas für GNOME übersetzt, und dank der Hilfe von Frank Arnold, Hendrik Brandt und Jens Seidel haben wir auch diesmal wieder eine vollständig ins Deutsche übersetzte Version unserer liebsten Desktop-Umgebung. Vielen Dank euch Dreien, und natürlich auch den ganzen anderen Übersetzern und Patch-Lieferanten, deren Namen ich (noch) nicht alle im Kopf habe! Bis zur Version 2.16 in sechs Monaten habe ich noch einiges vor, neben dem Bereinigen von Inkonsistenzen wird’s auch langsam mal Zeit für eine übersetzte Dokumentation. Aber alles der Reihe nach und erst mal den anderen liegen gebliebenen Kram abarbeiten.

Der Zivildienst neigt sich dem Ende zu, in drei Wochen bin ich frei und kann mich nach etwas Urlaub erstmal ein halbes Jahr vollständig meinen Projekten widmen, bis das Wintersemester in Aachen beginnt. Letzten Freitag war ich in Beckum bei IDS-Design, habe nach dem letzten Treffen vor zwei Jahren endlich nochmal persönlich mit einem meiner besten und liebsten Auftraggeber plaudern können und bei der Gelegenheit auch gleich zwei Freiexemplate von portal to date mitgenommen. Seit einigen Wochen im Handel und nun auch endlich in meinen Händen – nach Ende der Fastenzeit im April wird das mit Zigarren (iih!) und einem (hoffentlich) guten, 15 Jahre alten, Rum gefeiert.

p2d, Rum und Zigarren

Hier ist man professionell!

Wednesday, February 1st, 2006

Nachdem Mäthes im Radio seine Meinung über faule Ergotherapeuten, die ständig Privatgespräche führen und Caro-Kaffee trinken, zum Besten gab, hagelte es heftige Kritik von unten. Unverschämtheit, keiner sei hier faul, man sei hier schließlich professionell. Stimmt, so sehen die hart arbeitenden – die Zivis – aus:

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Und so die Nicht-Zivis (Fotos wegen Datenschutz nachgestellt):

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Nur ein kurzer Rückblick

Saturday, January 28th, 2006

Am Donnerstag lag Schnee, und da unsere Berlingos nur Sommerreifen haben ("Der Winter dauert ja nicht ewig, das sitzen wir aus.") weigerte ich mich, damit nach Bonn zu fahren, und wurde prompt bestraft: ich durfte mit der maroden Karre des Chefs fahren. Das Radio tut’s nicht, die Kupplung braucht man nicht und auf die Bremse sollte man sich auch nicht verlassen, sondern lieber einen großen Sicherheitsabstand lassen. Den Abend verbrachte ich dann mit Jan und Mäthes einen Abend "sponsored by DKI": wir leerten einen Kasten Kölsch, der bei unserer Zivistelle im Kühlhaus stand und futterten ein Dutzend Schnitzel, die ich aus der Kantine des Finanzamtes Bonn/Innenstadt mit nahm. Dazu schauten wir uns Hannibal an und ließen später u.A. unsere Zivibewerbungen Revu passieren.

Freitag lag immer noch Schnee, zu meiner eigenen Sicherheit fuhr ich dann aber doch lieber mit Sommerreifen. Abends ging es mit ein paar Freunden nach Köln, und auch dort war die Fahrt spannend. Mangels Anschnallgurt hielt man sich fest, und da der rechte hintere Reifen eiert vermied man die Nutzung von Autobahnen und fuhr durch diverse Kölner Stadtteile in die Innenstadt.

Nach ein paar Cocktails in der "Sunset Lounge" ging’s ins "Palms Pief". Das muss wohl so ziemlich die Absturzkneipe schlechthin sein. Neben der Kellnerin waren wir die einzigen unter 40 Jahren und 2 Promille.

Anstatt nach Hause zu fahren schauten wir anschließend noch bei einem "Frauenabend" vorbei. Es ist merkwürdig, wenn man von zwei Mädels, die man zum ersten und einzigen Mal vor 723 Tagen gesehen hat, freudig mit dem Namen begrüßt wird und sich fragt, wer genau das nochmal ist und wieso sie einen noch (er)kennen. Als dann von "Big-Fat-Kartoffel-Potatoes" und "Mikrowellen" die Rede war wurde einem aber schnell klar, dass die Erinnerung so langsam zurück kommt.

Gleich feiern wir den gestrigen Geburtstag meiner Mutter, zwei ihrer Brüder sind gerade inklusive Frau bzw. Freundin angekommen, Phil und seine Eltern kommen später auch noch.

Mit diesem kleinen Rückblick verabschiede ich mich und hoffe, dass beim morgigen Serverumzug alles klappt und meine Seiten ohne große Ausfälle aufrufbar sind.

Diablo 2 vs. Autobahn

Friday, January 13th, 2006

Ist euch schonmal aufgefallen, dass das Verhalten beim Spielen von Diablo 2 Ähnlichkeiten zum Fahren auf der Autobahn aufwirft? Nein? Mir heute in unserem Zivi-Berlingo schon:

Diablo 2
Autobahn
"Nur noch den einen Dungeon säubern!" "Nur noch den einen LKW überholen!"
"Woah, ein Set-Gegenstand, nur noch den dann ist Ende!" "Woah, ein Porsche 911, den kriege ich noch!"
Puls auf 170, man hat die 5000 fehlenden Goldstücke. Zeit zum Aufhören. Tempo 170 bei 5000 Umdrehungen. Zeit zum Bremsen.
"Mist, der Wecker, wieder die ganze Nacht durchgezockt!" "Scheiße, Ausfahrt verpasst!"

Ansichtssache?

Thursday, December 22nd, 2005

Die letzten zwei Tage saß ich in der Kantine des Bonner Finanzamts an der Kasse. Es kam zwar kein Beamter, der eine Quittung "für das Finanzamt" benötige (bei Jan tatsächlich geschehen!), allerdings wunderte mich die Ehrlichkeit der Finanzbeamten. Ein Mittvierziger sagte mir beim Kauf eines Kaffees, dass ich doch bitte zwei Kaffees abrechnen möchte, er habe sich am Vortag nach Küchenschluss noch selber einen Kaffee geholt, ohne ihn zu bezahlen. Als ich einer Kundin versehentlich 40¢ zu viel zurück gab, wies sie mich sofort darauf hin. Für mich eigentlich selbstverständlich, ich mache es auch so, wenn ich einkaufen gehen. Meine Eltern sind dort allerdings anders, wie oft erzählte mir meine Mutter nach dem Brötchenkauf freudig, dass sie für 2,40€ teure Backwaren mit einem Fünfer bezahlte und 7,60€ wieder bekam.

Ist das bewusste Ausnutzen der Dummheit anderer nicht auch Diebstahl? Ist wohl auch ein Fall des "Gelegenheit macht Diebe"-Syndroms, sitzt jemand an der Kasse ist es natürlich unrecht, sich unbezahlt ein "Kinder Country" zu nehmen, ist aber keiner da der zuschaut, kann man es einfach mitnehmen (Ich gebe es zu, habe es selber schon einmal getan). Wäre jemand da gewesen, hätte man natürlich bezahlt. Aber so… sind die selbser Schuld, wenn niemand da ist! Erwarten die auch noch, dass man wartet, um das lästige Bezahlen zu erledigen. Man ist doch in Eile…

Wie seht ihr das?

Ein Tag bei den DKI

Friday, December 2nd, 2005
DKI Eingang.JPG Dienstag, 29. November 2005, 7:30 Uhr. Draußen ist es kalt und dunkel, als ich meinen Dienst bei meiner Zivistelle "DK Integrationsbetriebe" beginne. Dass das Gebäude die Hausnummer 23 hat, ist reiner Zufall. Wirklich.
Die drei Zivis – also Jan, Mäthes und ich – beginnen mit der üblichen Arbeit in der Montage und dengeln Klemmschellen. Einer fährt dann die Tageseinnahmen der verschiedenen Außenposten abholen, während die anderen weiter arbeiten. Dengel-Maschine.JPG
Neuer Berlingo.JPG Danach werden einige Essenstouren an Kindergärten, -tagesstätten usw. gefahren, und dann ist’s auch schon Zeit für die wohlverdiente Mittagspause. Nach 45 Minuten Freizeit geht es dann weiter, meistens wird wieder in der Montage gearbeitet, ansonsten steht Spülen, Einkaufen oder leere Thermoporte Reinholen an.
Doch an diesem Nachmittag gab es nichts besonders zu tun, also wurde fleißig weiter gedengelt. Das Abschirmblech wird an das andere graue Teil gestanzt, dann wird ein schwarzes Plastikteil drangepappt und anschließend fest gedengelt. Dann noch eine Schraube rein, fertig. Der Weg der Klemmschellen #1.JPG
Mäthes bei der Arbeit.JPG Mäthes ist wie immer voll motiviert bei der Arbeit, während Jan nur faul rumsitzt.
Als oberster Aufpasser ermahne ich ihn natürlich, woraufhin er sich seinem Schicksal fügt. Hendi ist ganz oben.JPG
Jan will nach Hause.JPG Aber nicht lange, und er hat schon wieder keine Lust mehr. Er schaut gelangweilt auf die Uhr und stönt "Ich will endlich nach Hause!".
Mäthes, schlau wie er ist, fällt plötzlich ein, dass an diesem Nachmittag unser Chef Prokurist C. Rohm in einer Besprechung und auch unsere Ergotherapeutin Kirsten P. op Jück ist. Mäthes freut sich.JPG
Mäthes rudert.JPG Das muss er natürlich ausnutzen, sodass er sich sofort wieder seinem Training widmet. Mäthes ist nämlich Meister im Rudern!
Von meinem Aussichtsposten ganz oben sehe ich plötzlich, dass irgendein komischer Typp mit seinem Roller vor unserer Zentrale steht. Sein Vehikel ist nämlich kaputt und er muss Mama oder Kollega’Z anrufen und um Hilfe beten. Roller und sein Typp.JPG
Roller vom Typp.JPG Als er drei grinsende Köpfe hinterm Fenster entdeck, versteckt er sich allerdings.
Verständlich, ist ja auch eine schlimme Gegend… hier sehen wir z.B. einen der Blumenkästen, aus denen eine Pflanze entwendet wurde! Der Zettel mit der Aufschrift "Schwein" dient der Abschreckung. Schwein klaut Blumen.JPG
Ein Mann geht.AVI Jemand verlässt fluchtartig freudig das Gebäude, vermutlich jemand unserer diensttags stattfindenen Kaffeegruppe.
Deren Raum wurde von Kirsten ganz toll eingerichtet, sie schmückte am Montag den Tisch und den Weihnachtsbaum, den ich kaufte. Geschmückter Tisch.JPG
Kuchenliste.JPG Sie ist auch sonst ein ganz ordentlicher Mensch! Sie hat extra eine Kuchenliste erstellt, damit wir uns nicht rausreden können, wenn wir vergessen, Kuchen zu backen.
Aus Dank habe ich ihr ein ganz tolles Bild gemalt, was sogar ganze drei Tage an ihrer Bürotür hing. Da es einige Betreute verwirrte, musste es sich dann allerdings einen anderen Platz suchen. Kindergarten!.JPG
Hendi dreht sich.AVI Ich hab’s nicht so mit rudern und will die Stimmung etwas auflockern. Alkohol ist im Dienst natürlich verboten, also versuche ich auf anderen Wegen, ins Torkeln zu kommen.
Jan und Mäthes ignorieren meine Versuche. Mäthes rudert weiterhin, und Jan stößt zu ihm. Mäthes und Jan rudern zusammen.AVI
Hendi erschreckt alle.AVI Für mein Ego ist es unbedingt nötig, im Mittelpunkt zu stehen, also versuche ich, die beiden zu erschrecken. Klappt nicht unbedingt, war aber lustig anzusehen.
Als ich Mäthes sage, dass ich das ganze ins Internet stelle, guckt er erstmal doof und droht mir. Mäthes guckt doof.JPG

Egal, Feierabend war nahe und ich konnte schnell weg. Zum Abschluss noch ein stümperhaft gebasteltes Panoramabild inklusive zwei Berlingos und einem Renntransit. Links im Bild ist übrigens Elenor (DK 214), die zwar manchmal etwas zickig ist, mit einem ruppigen Tritt auf’s Gaspedal aber zu Contenance zu bringen ist. Nicht im Bild sind zwei weitere Berlingos (darunter DK 213, unser Stinky) sowie der andere Renntransit.

DKI Panorama.jpg

Wer nun denkt wir Zivis seien stinkend faul, der hat natürlich Recht. Trotzdem haben wir unser Tagespensum an Klemmschellen bisher (fast) immer geschafft und alle Aufträge ordnungsgemäß erledigt. Was will man mehr? Na also. Solche Nachmittage sind ja z.B. nicht immer der Fall. Aber bitte trotzdem nichts der Claudette sagen.

Tyatyiki

Wednesday, November 9th, 2005

Nein, kein falsches Tastaturlayout gewählt, Tyatyiki ist mir heute in handgeschriebener Form begegnet. Merkwürdiger Schreibstil.

Kantine vs. Selbstgekocht

Monday, November 7th, 2005

Vorige Woche habe ich eine simple wie zuverlässige Methode zur Identifizierung von Kantinen-/Großküchenessen entdeckt:

  1. Mahlzeit probieren
  2. Fondor hinzugeben
  3. Mahlzeit erneut probieren

Ist kein geschmacklicher Unterschied feststellbar, so handelt es sich ziemlich wahrscheinlich nicht um eine individuell zubereitete Mahlzeit.

“Da sind zwei komische Typen…

Tuesday, October 25th, 2005

Nachdem ich dummer Zivi gestern durch Fremdverschulden ein Essen für einen Kindergarten 20 Minuten zu spät lieferte, gab es heute mal wieder einen Spezielauftrage vom Chef: "Seid pünktlich, und gebt ihnen Überraschungseier als Entschuldigung. Wenn ihr heute zu spät seid, sind wir den Kunden los!". Gestern brauchte ich nämlich von Köln-Merheim nach -Chorweiler 60 Minuten. Zu meiner Entlastung muss ich sagen, dass ich nicht wusste, wo ich hin muss, und die Küchenhilfe, die mir den Weg zeigen sollte, zeigte mir einen Weg durch diverse Stadtteile, deren Namen ich teilweise noch nie zuvor gehört hatte. Also kam heute Zivikollege Jan mit, der den direkten Weg über die Autobahn kennt. Leider hat der Chef gestern vergessen, den Wagen zu betanken, nachdem er ihn gestern als letzter gefahren ist. Also durften wir noch tanken und verloren kostbare Minute. Doch damit war noch nicht genug, als wir in Merheim auf die A4 Richtung Köln auffahren wollten, war die Auffahrt weg! Dass dort eine Baustelle ist wissen wir, vor einigen Tagen war auch die Auffahrt noch da. Jetzt ist sie weg, kein Asphalt mehr da, nur noch braune Erde und ein Loch… Das gab uns erstmal den Rest, sodass wir letzten Endes einige Verkehrsregeln missachteten, um pünktlich auf die Minute im strömenden Regen am Kinderkarten anzukommen. Danach wäre eigentlich Zeit für eine Mittagspause gewesen, doch der Chef hatte noch einen seiner berüchtigten "Spezialaufträge" für uns.

Am Wochenende war eine Messe in Düsseldorf, nach der der Verantwortliche "wichtige Tischdecken" in einen blauen Müllsack packte. Blauer Müllsack? Die wurden doch alle zum Müll gebracht?! Also durften wir flux nach Düsseldorf fahren und den verlorenen Müllsack suchen. Endlich dort angekommen war der Müllsack natürlich nicht mehr da, wo er gestern noch abgestellt wurde… er war in einem vollen Müllcontainer. Wir untersuchten die einzigen sichtbaren blauen Müllsäcke, jedoch ohne Erfolg. Also den Chef angerufen, und ihm die Situation erklärt. Kommentar: "Tja, viel Spaß beim Wühlen!"

Und damit zur Fortsetzung der Überschrift. "…an einem Müllcontainer und verteilen den gesamten Inhalt auf dem Boden!", sowas erzählten bestimmt einige der Leute, die uns dabei zusahen. Nachdem wir Teppiche, komische Metallbänder und stinknormalen (im wahrsten Sinne des Wortes!) Müll rausräumten kam nach einigen Fehlschlägen endlich der gesuchte Müllbeutel zum Vorschein. Zum Glück fiel mir ein, dass im Erste Hilfe-Set des Berlingos Einmal-Handschuhe waren, sonst wäre das ganze noch ekliger gewesen.

In der Zivildienststelle angekommen war der Chef nicht da, laut dem dritten Zivi in unserem Bunde war der "seit 30 Minuten ‘ne Viertelstunde zur Bank". Als er später wieder kommt grinst er… und hat eine neue Frisur. "Hat nur 15 Minuten gedauert, das Haareschneiden, toll, was?". Nach etwas Arbeiten in der Monate ging es dann nach 8,5 Stunden Arbeit ohne Pause endlich nach Hause.

Trotz allem mag ich unsere verpeilte Zivistelle irgendwie emoticon 

Überraschung!

Thursday, October 13th, 2005

Von rechts kommende Frau mit großem Auto schneidet beim Linksabbiegen die Kurve, ich bringe meinen Zivi-Berlingo mit kurzem Quietschen gerade noch rechtzeitig zum stehen, wenige Zentimeter von ihrem Auto entfernt. Sie grinst, streckt mir die Zunge raus, lächelt und fährt weiter.

Diese Reaktion habe ich wohl am aller wenigsten erwartet…