Archive for August, 2009

Fearsum Mathematics

Saturday, August 29th, 2009

Why ist 6 afraid of 7?

– Because 7 8 9.

GNOME auf der FrOSCon 2009

Friday, August 28th, 2009

Dieses Jahr habe ich mich darum gekümmert, dass GNOME mit einem Stand auf der FrOSCon in Sankt Augustin vertreten ist. Nach der eher mäßigen Präsenz von GNOME auf CeBit und LinuxTag wollte ich dafür sorgen, dass der Stand dem Projekt gerecht wird.

So kümmerte ich mich um chic beflockte Polo-Shirts, ließ Flyer (nach einem Design von Stefan Horning) und ein A1-Poster drucken. Unterstützt wurde ich durch Steffi und Björn; unser Standbunny sorgte noch dazu für leckere Plätzchen.

Wie schon 2005 auf den Essener Linuxtagen versuchte eine Präsentation in Endschlosschleife, das Interesse vorbeilaufender Besucher zu erhaschen. Auf allen Tischen legten wir Flyer und Aufkleber zum Mitnehmen bereit. Neben einer aktuellen GNOME-Installation zum Ausprobieren lockten auch mein eeePC mit Moblin (“Was, das ist GNOME?”) sowie das Nokia N810 (“Was, das ist GNOME-Technologie?”) die Besucher an.

Samstag

Direkt vorweg: Die Flyer gingen weg wir kalte Semmeln vom Vortag – nämlich so gut wie gar nicht. Vermutlich lag dies daran, dass die meisten Besucher Ahnung von der Materie hatten und GNOME bereits kannten. Die Flyer waren eher auf Leute zugeschnitten, denen GNOME noch kein Begriff ist, und wären somit auf den Linuxtagen weitaus sinnvoller gewesen.

Trotzdem konnten wir einigen Leuten den GNOME-Desktop zum ersten Mal vorführen, auch wenn das Gros bereits GNOME benutzte. Wir verwickelten die Leute in interessante Gespräche, und genau das ist, was ich an solchen Veranstaltungen so mag: man kann mit so vielen unterschiedlichen Leuten in Kontakt kommen, von normalen Benutzern über Power User bis hin zu Programmierern.

Richtig voll wurde es am Stand jedoch, als wird die GNOME-Shell starteten und Cheese laufen ließen – die Macht bewegter Bilder plus etwas Neuem! Interessierten gaben wir eine Kurzfassung (“Die ganzen Zeitschriften schreiben Müll, hauptsächlich geht’s ums Aufräumen”) und verwiesen auf meinen GNOME 3-Vortrag ma nächsten Tag. Überraschenderweise lautete die Antwort fast ausnahmslos entweder “Hab ich mir schon vorgemerkt” oder “Danke für den Tipp, ich werde da sein”.

10 Wege, ein GNOME zu werdenEinen Tag zuvor wurde ich gebeten, meinen Vortrag “10 Wege, ein GNOME zu werden” (Video-Rohfassung, Folien) doch zu halten. Obwohl der Vortrag erst kurz vor knapp angekündigt wurde und nicht im Programmheft erwähnt wurde, fanden doch ein paar Zuhörer ihren Weg. Den Vortrag hielt ich absichtlich kurz, um mehr Zeit für Rückfragen zu lassen, doch ich schätzte die Leute falsch ein. Nach dem Vortrag kamen kaum Rückfragen, dafür später am Stand, unter vier Augen, um so mehr.

Anschließend wurde ich von RadioTux interviewt, erzählte über GNOME und GTK+ 3 und beantwortete ein paar angesammelte Zuschauerfragen.

Sonntag

Auch heute drehte sich das allgemeine Interesse der Besucher hauptsächlich um GNOME 3 und GNOME Shell, sodass ich allen nach einem persönlichen Gespräch auch meinen Vortrag am Nachmittag empfahl.

Still und heimlich platzierten wir ein paar GNOME-Füße am KDE-Stand, was kurz darauf mit KDE-Ansteck-Pins gerecht wurde. Richtig blau wurde es, als sich zu den unseren blauen GNOME-Polos und den blauen Fedora-Shirts ein paar blaue KDE-Shirts gesellten. Auch bei den KDE- und Qt-lern lag das Hauptinteresse bei GNOME 3 (“Habt ihr aus KDE 4 gelernt?”) und GNOME Shell. Stolz präsentierte ich die kleinen Details, die man kaum bewusst wahrnimmt, und ließ mir anzeigend KDE 4.3 und Plasma zeigen. Wir stellten fest, dass beide Projekte von einander lernen können und die GNOME Shell durchaus inspirierend wirkte. In der weiteren Diskussion räumte ich ein, dass ich vormals Amarok benutzt habe, mir aber die Art von Amarok 2 überhaupt nicht zusagt. Selbst als ich Amarok 2 frech-dreist als “Funktionsmüllkippe” bezeichnete tat das unserem guten Gespräch keinen Abbruch ;-)

GNOME 3Gerne steckte ich mir einen KDE-Pin ans Polo und machte mich auf den Weg zu meinem Vortrag “GNOME 3″ (Video-Rohfassung, Folien). Der große Hörsaal 1/2 war ordentlich gefüllt, aber irgendwie schaffte ich es trotzdem Steffis Anregung, ich solle viel langsamer sprechen, umzusetzen. Ich hoffe, dass mir der Spagat zwischen Enthusiamus und Ernüchterung, zwischen GNOME-Shell/Zeitgeist/Eye-Candy und der großen Aufräumaktion, gelungen ist.

Die Rückmeldungen zum Vortrag waren durchweg positiv (80%-90% im Bewertungssystem), einer twitterte sogar live mit. Kommentare: “Sehr schöner Vortrag. Nicht trocken und schöne Beispiele und grafische Elemente!”, “Den Vortrag hat Hendrik deutlich besser gehalten als den am Vortag. Das Thema passte natürlich perfekt zur Veranstaltung. Die gezeigten Einblicke waren sehr gut. Super Vortrag :)” und mein Favorit: “Neueste Entwicklungen und Planungen von Projekten, die noch nicht in allen Zeitschriften standen, sind auf einer solchen Konferenz sehr wichtig.”.

Steffi, Björn und Endlos-Präsentation

Flyer, Plätzchen, Moblin und Maemo

Viel Interesse am Stand

Abschließend noch ein paar persönliche Eindrücke:

  • Gute Stimmung, viele nette Leute. Es ist immer wieder schön, Bekannte wiederzusehen oder E-Mail-Kontakte in persona zu erleben
  • Jemand vom Fedora-Stand sprach “ArchLinux” mit seinem schweizer Akzent “ArschLinux” aus. Dadurch entstand die Idee, eine Distribution zu gründen, die nach Meinung der Entwickler “nur Scheiß Software” enthält: ArschLinux, mit CDE (inkl. Mono-Bindings!), Amarok 2, Evolution, emacs usw. O-Ton Björn: “Geil, da ist alles dabei was ich nutze!” [Nach meiner Funktionsmüllkippen-Aktion darf ich mich wohl kaum darüber beschweren, dass Evolution enthalten ist ;-)]

Palm Pre spioniert

Thursday, August 13th, 2009

Wie Joey Hess feststellte, telefoniert das Palm Pre nach Hause: einmal täglich erfährt Palm, welche Programme man wie lange benutzt hat und die aktuelle GPS-Position!

Privacy Policy hin oder her, aber das geht nun wirklich nicht! Schade, ich hab mich eigentlich auf das Pre bei O2 gefreut …