Dienende Gottheiten

Mein alter Server h6581 wird bald seinen wohlverdienten Ruhestand antreten. Seit April 2004 kümmerte er sich um meine Internetpräsenzen und wurde in diesem Zeitraum lediglich einmal in die Knie gezwungen, von einer irre laufenden Java-Anwendung. Der Grund für den Wechsel ist die mangelnde Sicherheit. Auf h6581 liegen für mich wichtige Daten aus der Vergangenheit wie Fotos seit 2001, Beiträge aus dem naggelBoard und LoL-o-Mat-Projekte. Diese immer von Hand zu sichern ist viel zu aufwendig, die Datenmenge geht in den zweistelligen Gigabyte-Bereich, sodass es für meine DSL-Leitung kaum möglich ist, die Daten im Ernstfall wieder zurück zu spielen.

Daher wird er bald von Gottheiten aus Lovecrafts Universum ersetzt werden: 

Azathoth

Azathoth personifiziert das nukleare Chaos in einer immerwährenden Explosion und existierte schon, als das Universum entstand.

Er kümmert sich um meinen Blog, meine Fotos sowie das naggelBoard und erhält regelmäßig alle relevanten Daten von Yog-Sothoth per rsync. Bei einem Ausfall müssen nur die DNS-Server aktualisiert werden, damit der Betrieb reibungslos weiter laufen kann.

Yog-Sothoth

Yog-Sothoth ist ein Wesen, das zugleich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist.

Er kümmert sich um LoL-o-Mat sowie sämtliche anderen Seiten und erhält regelmäßig alle relevanten Daten von Azathoth per rsync. Bei einem Ausfall müssen nur die DNS-Server aktualisiert werden, damit der Betrieb reibungslos weiter laufen kann.

NyarlathotepNyarlathotep verkörpert das Chaos, das überall und in allem steckt.

Er erhält täglich per rsync sämtliche relevanten Daten der anderen Server, sodass im Notfall bspw. über http://nyarlathotep.naggel.com/hendi.name/ auf meinen Blog zugegriffen werden kann. Zusätzlich sichert er sämtliche Datenbanken in SQL-Dumps.

 
Diese Redundanz sollte für Sicherheit sorgen, und das alles fast ohne Zusatzkosten im Vergleich zum alten Server. Da auf Nyarlathotep kein Webserver läuft wird er als Server für Tor zur Verfügung stehen. Ob Azathoth und Yog-Sothoth auch Zusatzdienste anbieten wird deren Last entscheiden, ich liebäugle allerdings mit Tor, Freenet und YaCy.

Für die Serverüberwachung entschied ich mich gegen Funktionsmonster wie Cacti und Nagios, da ich ungern per SNMP Daten über offene Netze übertrage. Stattdessen setze ich auf eine eigenentwickelte Lösung, die neben Erreichbarkeit der laufenden Dienste auch weitere Statuswerte wie Auslastung auswertet und die Integrität der Backups überprüft. Noch ist der ganze Code sehr spezifisch, ich plane aber ihn demnächst zu refaktorisieren und publik zu machen, ist vielleicht für den einen oder anderen Serverbesitzer recht nützlich.

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