Ein Tag bei den DKI

DKI Eingang.JPG Dienstag, 29. November 2005, 7:30 Uhr. Draußen ist es kalt und dunkel, als ich meinen Dienst bei meiner Zivistelle "DK Integrationsbetriebe" beginne. Dass das Gebäude die Hausnummer 23 hat, ist reiner Zufall. Wirklich.
Die drei Zivis – also Jan, Mäthes und ich – beginnen mit der üblichen Arbeit in der Montage und dengeln Klemmschellen. Einer fährt dann die Tageseinnahmen der verschiedenen Außenposten abholen, während die anderen weiter arbeiten. Dengel-Maschine.JPG
Neuer Berlingo.JPG Danach werden einige Essenstouren an Kindergärten, -tagesstätten usw. gefahren, und dann ist’s auch schon Zeit für die wohlverdiente Mittagspause. Nach 45 Minuten Freizeit geht es dann weiter, meistens wird wieder in der Montage gearbeitet, ansonsten steht Spülen, Einkaufen oder leere Thermoporte Reinholen an.
Doch an diesem Nachmittag gab es nichts besonders zu tun, also wurde fleißig weiter gedengelt. Das Abschirmblech wird an das andere graue Teil gestanzt, dann wird ein schwarzes Plastikteil drangepappt und anschließend fest gedengelt. Dann noch eine Schraube rein, fertig. Der Weg der Klemmschellen #1.JPG
Mäthes bei der Arbeit.JPG Mäthes ist wie immer voll motiviert bei der Arbeit, während Jan nur faul rumsitzt.
Als oberster Aufpasser ermahne ich ihn natürlich, woraufhin er sich seinem Schicksal fügt. Hendi ist ganz oben.JPG
Jan will nach Hause.JPG Aber nicht lange, und er hat schon wieder keine Lust mehr. Er schaut gelangweilt auf die Uhr und stönt "Ich will endlich nach Hause!".
Mäthes, schlau wie er ist, fällt plötzlich ein, dass an diesem Nachmittag unser Chef Prokurist C. Rohm in einer Besprechung und auch unsere Ergotherapeutin Kirsten P. op Jück ist. Mäthes freut sich.JPG
Mäthes rudert.JPG Das muss er natürlich ausnutzen, sodass er sich sofort wieder seinem Training widmet. Mäthes ist nämlich Meister im Rudern!
Von meinem Aussichtsposten ganz oben sehe ich plötzlich, dass irgendein komischer Typp mit seinem Roller vor unserer Zentrale steht. Sein Vehikel ist nämlich kaputt und er muss Mama oder Kollega’Z anrufen und um Hilfe beten. Roller und sein Typp.JPG
Roller vom Typp.JPG Als er drei grinsende Köpfe hinterm Fenster entdeck, versteckt er sich allerdings.
Verständlich, ist ja auch eine schlimme Gegend… hier sehen wir z.B. einen der Blumenkästen, aus denen eine Pflanze entwendet wurde! Der Zettel mit der Aufschrift "Schwein" dient der Abschreckung. Schwein klaut Blumen.JPG
Ein Mann geht.AVI Jemand verlässt fluchtartig freudig das Gebäude, vermutlich jemand unserer diensttags stattfindenen Kaffeegruppe.
Deren Raum wurde von Kirsten ganz toll eingerichtet, sie schmückte am Montag den Tisch und den Weihnachtsbaum, den ich kaufte. Geschmückter Tisch.JPG
Kuchenliste.JPG Sie ist auch sonst ein ganz ordentlicher Mensch! Sie hat extra eine Kuchenliste erstellt, damit wir uns nicht rausreden können, wenn wir vergessen, Kuchen zu backen.
Aus Dank habe ich ihr ein ganz tolles Bild gemalt, was sogar ganze drei Tage an ihrer Bürotür hing. Da es einige Betreute verwirrte, musste es sich dann allerdings einen anderen Platz suchen. Kindergarten!.JPG
Hendi dreht sich.AVI Ich hab’s nicht so mit rudern und will die Stimmung etwas auflockern. Alkohol ist im Dienst natürlich verboten, also versuche ich auf anderen Wegen, ins Torkeln zu kommen.
Jan und Mäthes ignorieren meine Versuche. Mäthes rudert weiterhin, und Jan stößt zu ihm. Mäthes und Jan rudern zusammen.AVI
Hendi erschreckt alle.AVI Für mein Ego ist es unbedingt nötig, im Mittelpunkt zu stehen, also versuche ich, die beiden zu erschrecken. Klappt nicht unbedingt, war aber lustig anzusehen.
Als ich Mäthes sage, dass ich das ganze ins Internet stelle, guckt er erstmal doof und droht mir. Mäthes guckt doof.JPG

Egal, Feierabend war nahe und ich konnte schnell weg. Zum Abschluss noch ein stümperhaft gebasteltes Panoramabild inklusive zwei Berlingos und einem Renntransit. Links im Bild ist übrigens Elenor (DK 214), die zwar manchmal etwas zickig ist, mit einem ruppigen Tritt auf’s Gaspedal aber zu Contenance zu bringen ist. Nicht im Bild sind zwei weitere Berlingos (darunter DK 213, unser Stinky) sowie der andere Renntransit.

DKI Panorama.jpg

Wer nun denkt wir Zivis seien stinkend faul, der hat natürlich Recht. Trotzdem haben wir unser Tagespensum an Klemmschellen bisher (fast) immer geschafft und alle Aufträge ordnungsgemäß erledigt. Was will man mehr? Na also. Solche Nachmittage sind ja z.B. nicht immer der Fall. Aber bitte trotzdem nichts der Claudette sagen.

4 Responses to “Ein Tag bei den DKI”

  1. Psycho says:

    ahh misst, jetzt hab ich mal nach sowas gegoogelt und die bilder gehen leider nicht, kann das evtl. mal gefixt werden, wollte mal gerne einen blick rüber werfen, thx!

  2. Psycho says:

    aha, alles klar, das ging ja schnell mit der antwort, ich bedanke mich für die nächtliche hilfe!!

  3. sakura says:

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