Archive for May, 2003

Es geht los…

Sunday, May 11th, 2003

Dies ist die erste Version des naggelWeblogs, den ich schreibe, um über meine alltäglichen Erlebnise Buch zu führen. Zur Zeit gibt es noch nicht so viele Features, aber das wird schon mit der Zeit kommen. Am wichtigsten ist mir zur Zeit, meine Erlebnisse und Gedanken im Internet zu publizieren, was ich nun endlich komfortabel machen kann.

Ach ja, vielen Dank, für Deinen Besuch! Ich würde mich sehr freuen, wenn Du noch öfters auf meiner Seite (meinem WebLog) vorbeischaust – es gibt bestimmt immer etwas neues zu entdecken.

Mein Fallschirmsprung

Sunday, May 11th, 2003

Zum 17. Geburtstag gewünscht, und Weihnachten 2002 endlich bekommen: einen Gutschein für einen Fallschirmsprung! Nachdem wir die beiden Samstage zuvor aufgrund des schlechten Wetters umsonst früh aufgestanden sind, war es am Sonntag den 4. Mai 2003 endlich soweit. Dies ist nun eine Woche her, was ich als Anlass nehme, diesen Tag hier zu beschreiben. 

12:00 Uhr: Nach einer fast ein-einhalb Stunden langen Fahrt sind wir (meine Eltern, meine Schwester, unser Hund und ich) endlich in Spa angekommen und schreiten voller Vorfreude (die zumindest ich hatte) zum "Info Tandem"-Stand, um dort zu erfahren, dass wegen zu starkem Windes der Flugbetrieb eingestellt sei. Schock! Nachdem wir aber rund eine Stunde gewartet haben, sahen wir, dass sich am Abflugplatz einige Menschen tummelten.

Also gingen wir wieder hinein, und tatsächlich, der Flugbetrieb ging trotz immer noch recht starken Windes wieder los! Also hieß es warten, warten, warten…

Nach schätzungsweise einer Stunde – es war gerade Sprung 5 an der Reihe – entdeckten wir meinen Namen auf den Monitoren. Ich war eingetragen für Sprung 8, was noch rund 2 Stunden Wartezeit bedeuten würde. Auf den Monitoren Stand mein Name (Hendrik Richter), darunter der Name meines Springers (John Verduin) und darunter der Name des Kameramanns (Rigger Dear).

Nach einer mir lange vorkommenden Wartezeit erklärte mir John die wichtigsten Sachen (an die ich beim Sprung allerdings nicht mehr dachte) und ich zog meinen Anzug an. Aber die Vorfreude war umsonst, der Wind war immer noch relativ stark, und so wurde mein Flug 8 (in dem 4 Tandemgruppen waren) erst auf Flug 9 verlegt, dann auf Flug 10 und anschließend auf Flug 11…

"Flug 11 in 20 Minuten" hörte mann sinngemäß aus den Lautsprechern, und meine Vorfreude stieg wieder an. Aber kurz darauf die erneute Ernüchterung "Wegen dem Wind wird der Flug nach hinten verlegt". Nichtsdestotrotz legte mir John  die Gurte um, die verdammt eng waren und einiges einquetschten. Die Springer der 3 anderen Gruppen waren in Hektik und erklärten ihren Mitspringern alles mögliche ( was sie beim Sprung beachten müssten, was sie bei der Landung beachten müssten) und liessen sie diverse Übungen ausführen. John macht sich allerdings keinen Kopf und wunderte sich über die Hektik – er erklärte mir alle Sachen erst wenige Sekunden vor der Landung.

17:30 Uhr: Nach einer weiteren Wartepause – insgesamt warteten wir schon über 5 Stunden – ging es dann endlich los, wir stiegen ins Flugzeug an. Das Flugzeug schien schon von aussen klein und eng, und dieser Eindrück sollte sich im Inneren bestätigen: wir saßen mit 16 Mann eng hintereinander. Auch sonst machte das Flugzeug keinen besonders schönen Eindruck, die Innenfassade war teilweise zerissen und in der Luft spürte man jeden W ind. Aber gut, zum Glück dauerte der Flug nur eine knappe halbe Stunde bis wir auf den 4000 Metern Sprunghöhe waren.

Auf unter 1000 Meter Höhe sagte John zu mir: "Wir sind jetzt ca. 1000 Meter hoch, also noch 3 mal soviel bis wir oben sind". Bereits diese Höhe erschien mir als verdammt hoch, und die erste spürbare Nervosität war da.

Dann war es endlich so weit – die Luke ging auf und Wind schoss einem ins Gesicht und um die Ohren. Wir bewegten uns zum Ausstugstieg und sprangen runter. Das war wirklich der Hammer! Mit bis zu 250 km/h vielen wir vom Himmel, die Luft in den Haaren und in den Ohren, Adrenalinkick pur! Nach ungefähr 45 Sekunden öffnete sich dann der Fallschirm, und wir glitten angeblich 5 Minuten hinab – was mir allerdings viel kürzer vorkam.

Als wir schließlich unten ankamen, hörte ich kaum etwas, ausserdem taten die Ohren weh. Aber das war mir, genau wie der immernoch viel zu enge Anzug, ziemlich egal. Es war wirklich ein super Gefühl, aus 4000 Metern runterzuspringen und mit fast 70 Metern pro Sekunde zu fallen!

18:10 Uhr: Ich bekam eine Urkunde ("1. Fallschirmsprung") und wir warteten noch eine halbe Stunde auf das Video, bevor wir nach Hause fuhren. Um ca. 20 Uhr waren wir wieder da, es ist also ein kompletter – und verdammt schöner! – Tagesausflug gewesen.

Endlich angekommen Das Sprung-Center. Endlich auf dem Bildschirm I Endlich auf dem Bildschirm II Anziehen vom Anzug Auf dem Weg zum Flugzeug Das Flugzeug Im Flugzeug In 100m Höhe Kurz vorm Sprung Ganz kurz vorm Sprung Raus aus dem Flugzeug Fall aus 4000m Freier Fall I Freier Fall II Freier Fall III Freier Fall IV Der Schirm öffnet sich Hinuntergleiten Landung I Landung II Landung III Das war's